Helm-Knabenkraut
Orchis militaris
Orchidee des Jahres 1993
RLT: 2
RLD: 3
Das Helm-Knabenkraut ist in Europa weit verbreitet mit dem Schwerpunkt in den gemäßigten Gebieten. Nach Osten erreicht es den Kaukasus. Als wärme- und kalkliebende Pflanze kommt es vor allem im Süden Deutschlands vor.
Es handelt sich um eine auffällige und attraktive Art, die leicht an dem charakteristischen Helm, der von den fünf Blütenblättern (Sepalen und Petalen) gebildet wird, zu erkennen ist. Er ist deutlich heller als die pink- bis purpurfarbene Lippe, deren Mittelteil von kleinen, purpurfarbenen Papillen besetzt ist.
In Thüringen ist das Helm-Knabenkraut eine Art der Halbtrockenrasen, kommt aber auch in Trockenrasen vor. Es wächst bevorzugt auf mäßig trockenen und kalkreichen Böden.
Es ist nur in wenigen Gebieten häufiger anzutreffen, so im Werragebiet um Creuzburg-Treffurt, im Schalkauer Thüringer Wald-Vorland und besonders im Mittleren Saaletal um Jena. Aber auch hier hat es in den letzten Jahrzehnten größere Bestandsrückgänge gegeben.
Bei gemeinsamen Vorkommen mit dem Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) entstehen leicht Hybriden zwischen beiden Arten, die an ihrem intermediären Erscheinungsbild und an ihrem stattlichen Wuchs zu erkennen sind.
Galerie
- Größere Vorkommen auf Wiesen sind selten geworden
- Orchis militaris – Blüten
- Kräftige Gruppe von Orchis miliaris
Verbreitung von Orchis militaris in Thüringen


